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WAS SO ALLES IM JAHR 2023 PASSIERTE ...

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CALIFORNIA 1978: PROOF OF LIFE
 
Es geht in dieser wunderbaren Geschichte  um ein ziemlich legendäres Tasting von 28 Rotweinen und zwei Süssweinen vom grossen Jahrgang 1978 aus Kalifornien.

Diese Weine hatten zum Zeitpunkt unserer Verkostung vom 28. Januar in Zürich knapp 45 Jahre auf dem Flaschenbuckel.
Warum es an dieser Stelle ganz sicher nicht geht, ist ein direkter Vergleich mit den Weinen aus Bordeaux. Diesmal nicht. Wobei ich bei einer Randgeschichte doch noch über deren «divergierende Kognition» berichten werde.

Hier geht es um gereifte Weine auf dem Prüf- und Genusstand. Weine, welche alt werden durften, weil diese zu einem früheren Zeitpunkt nicht getrunken wurden. Oder aus Raritäts- oder Sammlergründen (noch) nicht den Korkenzieher zum Opfer fielen.  
Irgendwie kamen wir bei einer Weinrunde auf den Kalifornien-Jahrgang 1978 zu sprechen …

Wir stellten fest, dass wir alle diese Vintage schätzen, ja gar lieben. Und – das war noch das wichtigere Element – jeder von uns noch ein paar «Bottles» im Keller liegen hatte.

Nach den einzelnen Besitzaufzählungen war uns schnell klar, dass diese Inventarbestände für eine grossartige, einzigartige Weinprobe absolut prädestiniert waren. Als wir die Einstandspreise mit den aktuellen Markwerten verglichen war uns schnell klar, dass dieser Event mit der berechnenden Ergänzung weiterer Kosten im Markt kaum Chancen hatte, ausgebucht zu werden.  
Also beschlossen wir, dass die einzelnen Flaschen zu Einstandspreisen berechnet würden und dass wir uns – nach einem Bonus-Malus-System – den Verlust oder den Gewinn wohl teilen müssten.

Als das Grobe dieses Events auf dem Tisch lag, knipsten wir ein gemeinsames Foto mit imaginärem Blick auf die gemeinsame Januarveranstaltung in der Waag in Zürich. Schon die Tage zuvor stellte René Gabriel die Flaschen auf den Kellertisch. Um 13.00 Uhr traf Baschi Schwander ein und präparierte die Flaschen sorgfältig für den Event. Zwei Stunden später fuhren wir mit dem Taxi und Gläsern und Flaschen im Kofferraum nach Zürich zum Zunfthaus zu Waag.

FAST GLEICH GROSSE PRODUKTION

Äusserlich unterscheiden sich die beiden Heitz Crus nur wenig. Man muss da immer sehr gut aufpassen.

Sonst gibt es Verwechslungen. Was auch ziemlich gleich ist – zumindest beim Jahrgang 1978; von beiden Weinen war die Produktionsmenge fast identisch.

Vom Bella Oaks wie auch vom Martha’s wurden etwas mehr wie 55'000 Flaschen abgefüllt.


 
1978 Heitz Cellar Bella Oaks Cabernet Sauvignon, Napa Valley: Sattes Rot mit noch recht vielen Purpur-Reflexen. Offenes, eigenwilliges Bouquet. Er zeigt vor allem die damals typische Heitz-Note und dunkles Leder und Tabak. Im zweiten Ansatz; Backpflaumen, Petroleum und Korinthen. Im Hintergrund schwingen auch welke Blätter mit und nasses Leder. Im Gaumen zeigt er Fleisch, immer noch Adstringenz und eine gewisse Restarroganz. Ein mächtiger, irgendwie zeitloser Wein. Da ist viel Charakter mit im Spiel mit einem klaren Napa-Eucalyptus-Absender. Ein bewegendes, in Granit gehauenes Weinmonument. Vier Stunden dekantieren. Mindestens! 19/20 trinken

1978 Heitz Cellar Martha's Vineyard Cabernet Sauvignon, Napa Valley: Wenig gereiftes Rot mit satter Mitte, aussen fein ziegelroter Rand. Leimiges Bouquet (Linoleum), Grafit, Zedern, Pflaumensaft, viel Rosmarin und Minze, braunes Peru Balm. Im Gaumen bedeutend feiner als der daneben- stehende Bella Oaks. Die Gerbstoffe sind gerundet und seidig. Der Fluss ist entsprechend elegant und mit einer schon fast dramatischen Länge ausgestattet. Das längste und harmonischste Finale des Abends. Beautyness with Elegance! Clive Coats würde schreiben: «Very fine indeed!». 20/20 trinken

DOPPELTES VERGNÜGEN

Natürlich erfreute sich Weinfreak Lukas primär an diesem tollen Weinabend. Für ihn war es jedoch ein doppeltes Vergnügen. Denn – er konnte gleichzeitig seinen eigenen Geburtsjahrgang feiern. Die Doppelmagnum Clos du Bois schmeckte ihm besonders gut.

Er sei nicht primär immer auf der Suche nach der effektiven Grösse eines Weines. Wichtig sei auch der Genuss, der vermittelt wird. Zum Clos du Bois meinte er, dass dies so ein richtiger «Pokalwein» sei. Dies, weil man ihn aufgrund seiner unkomplizierten Art fast hemmungslos geniessen könne.



Um diese Behauptung zu unterstreichen, holte er sich nicht einfach ein Glas und ging wieder an seinen Platz zurück. Nein – ich sah ihn eine geraume Weile neben der Grossflasche stehen, welche auf dem Flügel im Saal stand. So geht das «pokalige Nachschenken» natürlich noch viel einfacher vonstatten …

1978 Clos du Bois Proprietors Reserve, Cabernet Sauvignon, Alexander Valley: Deutlich aufgehelltes, reifes Weinrot. Geiles Cassisbouquet, wirkt nasal fast etwas likörhaft, aber ohne die dazu (nicht) passende Süsse, Holunder, Black Currant, Red Currant, feine Kräuteraromen. Irgendwie erinnert das Nasenbild auch etwas an einen berauschenden Le Pin. Also könnte man hier blind auch im Pomerol suchen. Im Gaumen weich, geschmeidig, wunderschön tänzerisch endend. Kein ganz grosser Wein, aber eine gewaltige Genussdroge. 18/20 trinken

SIMI LIEFERTE ZWEI MAL VOLL AB
Es muss nicht immer Napa sein! Das Alexander Valley liegt in der Region Sonoma. Diese breitet sich nördlich der Stadt Healdsburg aus. Heute sind dort ganz viele Wineries anzutreffen. Im Jahr 1978 war die damals schon vor mehr als hundert Jahren gegründete Winery (1876) praktisch noch Platzhirsch.
 
1978 Simi Cabernet Sauvignon, Alexander Valley: Mittleres, leuchtendes Weinrot mit dem Alter entsprechendem Reifeschimmer. Ansprechendes, deutlich malziges Schokobouquet, zeigt eine Nuance von braunem Rum und irgendwie nimmt man da auch noch Kokosnuancen wahr. Man kann sich an diesem wunderbaren Bouquet fast nicht sattriechen. Im Gaumen ist er mit zärtlichen Tanninen unterwegs. Diese sind seidig und gleiten mit einer Nonchalance über die Zunge, im Finale Hustenbonbons, Ricola und Lakritze. Liefert Spass und Grösse auf ganz hohem Niveau. Wow! 18/20 trinken

Wie der Reserve schmeckte und alle anderen Weine: www.bxtotal.com

Unten: DANIEL KÄSER’S WEINMENUE
Terrine, Steinbutt, Kalbsbäggli, Käseselektion. Wunderbare Gerichte als Sparringpartner zu den kalifornischen Reifwein-Varianten.  

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CHAMPAGNER GEHEN DURCH DIE DECKE!

In der Schweiz wissen es viele noch nicht. Solange die Grossverteiler mit 20% Rabatt auf Champagner und Schaumweine agieren, ergibt sich kein realistisches Bild über die aktuelle Situation.

Während in Frankreich die Situation linear ist, sind die Verkäufe im Exportmark extrem gestiegen und die Lagerbestände sind gesunken. Die Preise steigen expotentional.

Am besten merkt man es an den nobelsten Exemplaren. Beispielsweie am Dom Perignon. Der kostete noch vor kurzer Zeit weniger wie 150 Franken. Nun sind wir bei CHF 200+.
Tendenz noch mehr steigend ...


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LÉOVILLE LAS-CASES & HACKBRATEN
 
Seit mittlerweile zwanzig Jahren pilgert eine kleine Gruppe mit dem Auto in die Stöckalp und besteigt dort die Gondelbahn auf die Melchsee Frutt. Auf 1920 Metern über Meer dürfen die Eingeladenen bei Ruedi und Irene im Alpenheim eine ganz besondere, übergrosszügige Gastfreundschaft erleben. In der dritten Januarwoche vom noch recht taufrischen Jahr 2023 war es wieder so weit.

Der erste Abend fand unter dem möglichen Thema «Vorglühen im Poscht Huis» statt. Als Einstimmung standen folgende 2009er Bordeaux Weine auf dem flüssigen Gabentisch: Château Lascombes, Château Canon La-Gaffelière, Château Giscours und Clos Dubreuil. Letztere zwei der Aufzählung im Magnumflaschenformat.

Schon im Vorfeld bat ich André Degunotizen zu machen. War eigentlich ein müssiger Wunsch. Denn – André schreibt immer, wenn es Wein gibt. Dies helfe ihm, sich besser zu konzentrierten und vergrössere seinen Genuss. Gut für mich, denn in grosser Höhe leide ich immer ein bisschen mit meinem Riechorgan und mit meiner Lunge. Da bin ich heilfroh, wenn ich meine Energie nicht fürs Schreiben hergeben muss und in die ebenfalls sehr wichtige Rolle eines genussfreudigen Endverbrauchers schlüpfen darf.

So im Hinterkopf habe ich mir dann schon gemerkt, dass zwar alle flüssigen Tischexemplare ganz gewaltig viel vom generellen Reichtum vom Jahrgang 2009 mitgekommen hatten. Und sich – das ist das Schönste an grossen Bordeaux’ – trotzdem ganz deutlich voneinander unterschieden. Zwei Gemeinsamkeiten gab es dann aber doch bei allen vier Crus. Erstmal der Jahrgang und dann auch bei der Bewertung. Bei mir lagen alle auf dem verdienten Niveau von 19/20. Als ich anderntags die Verkostungsnotizen von André bekam, sah ich, dass wir da wieder mal das Heu auf demselben Boden hatten.  

KLEINE SCHNEEWANDERUNG INS FRUTT RESSORT

Am Samstagnachmittag wanderten wir zu einem Vor-Vor-Apero ins Frutt-Ressort.

Nach einem stotzigen Fussmarsch kehrten wir wieder zum Alpenheim zurück.

Dort erwartete uns der wunderbare Duft aus dem nigelnagelneuen Backofen von Irenes Hackbraten. Der hat Tradition und schmeckt verdammt gut. Und alle lieben ihn heiss!


ELFER-VERTIKALE LAS-CASES

Die Flaschen waren im Keller schon längst bereitgestellt, was das Titelbild dieses Artikels beweist. André nutzte die Phase des Aperitifs, um die Verkostungsnotizen in alle Ruhe auf seinen Block zu kritzeln.

Auf dem Weingut Las-Cases haben grad kürzlich personelle Rochaden stattgefunden.


Pierre Graffeuille ist von Las-Cases nach Montrose als neuer Direktor gezogen. Jean Guillaume Prâts (ehemals Cos d’Estournel) und Florent Gentil (ehemals Pichon-Lalande) schmeissen neu den Laden. Immer unter der permanent schützenden Hand des Patrons Jean-Hubert Délon.

ZWEI MAL ZWANZIG PUNKTE

Die Jahrgänge 2006 und 2009 wurden von André Kunz mit zwanzig Punkten ausgezeichnet. Da bin ich seiner Meinung.

Müsste ich entscheiden, wäre der 2006er mein Favorit. Hier vereinen sich Grösse, Spass und Klassik.

Alle Notizen wie immer auf www.bxtotal.com





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BESCHISSENER CHÂTEAU EVANGILE 2005


Es gibt – auch bei sehr grossen Weinen – manchmal bittere Enttäuschungen.

Gestern passiert beim oben genannten Prestige-Pomerol.

Im Netz wird er mit mindestens 95 Punkten bewertet. Meist höher.

Bei der vorletzten Verkostung mutmasste ich, dass er gar ein Kandidat für eine Maximalbewertung werden könnte.

Im Markt bewegt er sich mittlerweile in der Nähe von 400 Franken.

Aufgrund meiner Negativ-Erfahrung von gestern würde ich diesen Preis nie und nimmer für diese enttäuschende Flasche bezahlen.  

Warum dieser Gesinnungswechsel?

Kann sich ein Wein derartig schnell verändern?

Die Enttäuschung war riesengross!

Was war passiert?

Diese beschissene Flasche 2005 Château L’Evangile korkte!!!

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www.weingabriel.ch

Gut besucht. Danke Euch allen!

Letztes Jahr hatten wir auf der offiziellen Gabriel-Webseite mehr als 60'000 Besucher. 



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HERMITAGE UND HIRSCHPFEFFER

Terroirweine passen in der Regel hervorragend zu Wildgerichten. Aber leider haben jegliche Weine trotzdem fast keine Chance, ein multi-idealer Speisenbegleiter zu sein. Wie bitte soll denn ein Rotwein zu einem Rehrücken passen? In der Regel eigentlich schon. Besonders, wenn die Wildsauce in Spätzli baden darf. Aber alles, was sonst noch auf den Teller kommt, verliert sich schnell in den additionellen Kombinationen. Die da sind; Rosenkohl mit Speck. Rotkraut mit Marroni. Mit Preiselbeeren gefüllte Birnen. Und weiss Gott noch was. Spätestens hier macht jeder noch so passende Rotwein schlapp.  

Wenn kombinieren nicht geht, dann läuft es besser mit ignorieren. Einfach immer dann Beilagen essen, wenn grad kein begleitender Schluck Wein eingeplant wird. Und dann wieder voll der Wildfleisch-Spätzli-Saucen-Kombination frönen, wenn wieder zum Glas gegriffen wird.    
Heute Abend gibt es bei mir Hirschpfeffer mit Teigwaren. Fertig! Da passt ein Hermitage besonders gut dazu …   

2000 Hermitage Monier de la Sizeranne, M. Chapoutier: Die Farbe ist mitteldicht, zeigt immer noch ein recht junges Rot, nur ganz fein aufhellend am Rand. Die Nase dokumentiert das «Blut der Rhône» fleischige Ansätze, Tomatenmark, Pflaumenmus, Teer und schon zärtlich anmutende Kräuternoten. Kein nasaler Bulldozer, sondern sehr elegant. Feinfleischiger Gaumenfluss, die Gerbstoffe sind abgeklärt und stützen nur noch etwas. Im Nachklang nimmt man einen klassischen Erd-Eisenton war. Ein vollreifer allenfalls etwas feminin anmutender Hermitage, der sich immer noch perfekt geniessen lässt. Und das ohne angesagte Eile. 18/20
 
P.S. Passt hervorragend zu Hirschpfeffer.  :)

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PARKER LIEGT KOMPLETT DANEBEN

Früher wurden wir oft mit oder gegeneinander verglichen. Heute ist es «auf beiden Seiten» etwas ruhiger geworden. Als der Bordeaux 2005 im Primeur Markt präsentiert wurde, waren wir beide noch voll im «Subskriptionssaft» …

Ab uns zu holt uns die Vergangenheit ein. Heute habe ich einen 2005 Château Pape-Clément entkorkt. Übrigens mein erster Bordeaux in diesem noch jungen Jahr. Ebenso jung kommt die Farbe von diesem beliebten Pessac-Léognan daher. Das Bouquet ist glockenklar, zeigt immer noch viel primäre Aromatik (Kirschen und Brombeeren), nicht ohne einen Akzent von Mineralität, einer Prise Kaffee und erste Kräuternuancen zu verströmen. Der Aromendruck ist nasal gewaltig. Im Gaumen geht die buchstäblich Post ab.

Momentan hat er eine dramatische Erstgenussphase und man kann ihn hemmungslos in Angriff nehmen. Wohlwissend, dass dies nur der Beginn ist. Die Aromatik im Gaumen bleibt schwarzbeerig. Er zeigt Tiefe und viel weiteres Potential.

Möglicherweise werden ihn Mission und Haut-Brion irgendwann überholen. Vom Preis her haben es diese Pessac-Kontrahenten eh schon lange geschafft. Seit Beginn weg. Dieser Pape lag bei mir schon immer hoch in der Gunst. Jetzt hat er noch einen Zacken zu gelegt. Somit schliesst er zum ebenso gigantischen Pape 2015 auf. Gabriel-Taxierung: 20/20

Parker liegt mit seinen 100/100 hingegen – im Vergleich zu meiner Wertung – völlig daneben …

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KORKEN-PRÄSENTATION

Wie wichtig ist ein Weinkorken? Das fragt sich der Künstler Eberhard Stimpel aus Lauterach (Voralberg).

Um diese Frage in die Runde zu werfen, hat er einen "Kork-Präsenter" entworfen. Anstatt, dass ein Korken eines edlen Weines gleich nach dem Entstoppeln weggeworfen wird oder achtlos auf dem Tisch herum lümmelt, wird dieser prominent auf dem Tisch präsentiert.

Er hat mich um meine Meinung gefragt. Ich finde die Idee schon mal generell gut. Besonders auch für Restaurants, respektive für Sommeliers.


Was meint Ihr dazu?

Mehr Infos auf der Webseite von Eberhard Stimpel: www.hand.werk-kunst.net

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Grausam Schwefel?

es ist unglaublich, auf wie vielen sprachen der valbuena 2004 auf dem rücketikett deklariert, dass es in diesem wein - nebst trauben - auch schwefel drin hat. es steht nicht drin wieviel in prozenten oder promillen es effektiv sind. mich hätte der blend eher interessiert. aus zuverlässigen quellen habe ich aber erfahren, dass dieser phänomenal gereifte ribera del duero aus hundert prozent trauben hergestellt wurde …



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MEINE LETZTE FLASCHE BORDEAUX!

Schon seit Tagen überlege ich mir, welche Flasche es denn sein soll. Das ist nicht einfach, wenn nicht nur viele, sondern auch ganz viel verschiedene Bouteillen im alarmgesicherten Keller herumlümmeln.

Reif sollte er sein, dies war von Anfang an klar. Dann auch nicht zu üppig. Oder auch nicht mit allzu vielen Gerbstoffen ausgestattet. Auch das war ein Credo. Letztendlich hatte ich noch ein Dutzend Varianten im Kopf und wanderte mit diesen Ideen voller Lust und doch irgendwie ratlos von einer Kellerecke zur andern.

Beim Regal «Saint-Julien» blieb ich stehen. Der Wunsch konkretisierte sich immer mehr. Ganz zu unterst zog ich an einer Kiste und wählt ganz bewusst meinen letzten Bordeaux; 2001 Château Léoville-Poyferré.

Der liefert immer noch viel Frucht und weist mit ersten Kräuternoten auf seine zweite Evolution hin. Im Gaumen mittelgewichtig und doch noch recht gut mit Reserven unterstützt. Das war eine würdige Wahl für den letzten Bordeaux in diesem Jahr.

Morgen fliegen wir nach Spanien in die Ferien. Da verzichte ich auf Cabernet & Co und erwärme mich an verschiedenen Tempranillo-Varianten.

Und Anfangs nächsten Jahres – wenn ich wieder zu Hause bin – überlege ich mir dann ganz gut, welches meine «erste Flasche Bordeaux» im 2023 sein wird …      

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22 GABRIEL-PDF-ARTIKEL IN 52 WOCHEN

Ende Jahr ist es auch immer wichtig, Bilanz zu ziehen. Ein Abonnement auf www.bxtotal.com kostet nicht ganz 100 Franken. Dafür kann man auf rund 60'000 Gabriel-Notizen herumsurfen. Und ebenso viele gibt es von André Kunz auf einem gespillteten Portal.

Meine Erlebnisse rund um den Wein fasse ich jeweils in illustrieren PDF-Artikel zusammen. Heuer sind es genau 52 Stories in 52 Wochen. Macht ingesamt  243 Seiten. Also ein veritables Buch ist da in 365 Tagen zusammen gekommen.

CHATEAU LATOUR IM OLD SWISS HOUSE! Wenn ein Dutzend Weinfreunde in ihren Kellern nach Latour Flaschen suchen, kommt ganz schön was zusammen. Vom 100jährigen 1922er bis zum Latour 2005 ...

DEZEMBER-BURGUNDER-SEXTETT! Puligny, Meursault, Chassagne und drei Chambertins. Eine Einladung bei uns mit drei weissen und drei roten Burgundern. Von 1934 bis 2013 ...

2004 BORDEAUX-COLLECTION DUCLOT! Eine ganz besondere Kiste mit allen Premiers drin. Da gibt es viele Sammler. Wir gehören nicht dazu. Wir trinken ...

PREMIER-GRAND-CRU-LUNCH IN HILDISRIEDEN! Alle teuersten und wichtigsten Bordeaux vom Jahrgang 2012. Mit ein paar würdigen Sparring-Partnern. Im Zentrum stand eine Duclot Kiste ...

DECADANCE DAY IN ENGELBERG! Lucullus und Bachus hätten grosse Freude an unserem geselligen Kalorien- und Gerbstofftreffen gehabt ...

MÄNNER-MARGAUX-MITTAG! Ein weisser Pavillon du Château Margaux, 2017 und sechs Mal Château Margaux (1983, 1986, 1993, 1996, 2000 und 2009. Und nur Männer am Tisch ...

WELTKLASSEWEINE IN DER STEIERMARK! Ein Höhepunkt nach dem Andern. Gabriel's Jahrhundertweine und Gabriels Lieblingsweine und rei riesengrosse Flaschen ...

ZEHN GANZ GROSSE BORDEAUX 2009! Es muss nicht immer ein Premier sein. Viele grosse Bordeaux von diesem genialen Jahrgang arten beim Entkorken zu einem Volksfest aus ...

MARGAUX IN VIELEN FACETTEN! Die 1521 Hektar grosse Appellation Margaux ist heterogen und verteilt sich über fünf Gemeinden. Von 1909 Château Margaux bis 2005 Angludet in 17 Variationen ...

BORDEAUX 1996 VOM LINKEN UFER! Schon fast ein Volksfest mit tollen Weinen aus Graves, Margaux, Saint-Julien, Pauillac und Saint-Estèphe. Der Star: Château Mouton-Rothschild aus der Imperiale ...

BORDEAUX IN DER STEIERMARK! Grossartige Weine aus Saint-Emilion und der Region Sauternes aus der Silvio-Denz-Schatulle. Weinwohlfühlen für 80 Personen ...

BORDEAUXWEINE IM SCHLOSS SCHLEISSEHIM BEI MÜNCHEN! Das Beste was Bordeaux grad so zu bieten hat. Und ganz viele Grossflaschen, Das Rariräten-Diner mit Robert Langer ...

EUROPA-RARITÄTEN IM TANTRIS IN MÜNCHEN! Wenn die Society of Bachhus America tagt, dann wird mit grosser Weinkelle angerührt. Ausnahmesweise war der Gabriel auch dabei. Als Protokollführer ...

DER JAHRGANG 1995 IN KALIFORNIEN! Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Aber ein paar Sensationen gibt es da schon. Der beste Wein des Abends; Briant Family ...

CASTELLO LUIGI LANCIERT BELVEDERE! Bisher gab es den weissen und den roten Castello Luigi. Diese verkaufen sich zu rund 170 Franken. Nun gibt es eine günstigere Alternative. Aus gleichem Hause ...
 
1968ER WEIN FÜR EINEN 1968ER GAST! Ausser in Spanien war in diesem Jahr weinmässig nicht viel los. Dafür ging im Napa Valley die Post ab ...

1990ER RODEO IM VAL BEDRETTO! Nicht nur Bordeaux, sondern auch 1990er aus der Champagne, dem Burgund, der Rhône und auch aus dem Tessin waren mit im Spiel ...

CHÂTEAU MUSAR KANN ALLES, ABER ANDERS! Ein grosser Bericht für einen grossen Wein. Weltklasse - made in Libanon. Mit verkosteten Jahrgängen von 1966 bis 2014 ...

EIN HALBES DUTZEND BORDEAUX MAGNUM FLASCHEN! Schlechtwettervariante. Statt draussen auf einem Bauernhof, fand dieser Event in einer Werkstatt statt. Der Wein des Abends; 2002 Château Mouton-Rothschild ...

MAGNUM-RARITÄTEN-KABINETT! Aus dem Keller von Jürg Richter. Mit den Höhepunkten 1929 Climens, 1955 Cheval Blanc, 1959 Ausone und vielen anderen gigantischen Weinerlebnissen in Zürich ...

GEREIFTE RIOJA VOM OCHSENFLUSS! Ein spanischer Abend mit alten Rioja von 1928 bis 1991 und einer dampfenden, frisch zubereiteten Paella ...

EIN MOUTON KOMMT SELTEN ALLEIN! Wie aus einer geplanten Flasche Mouton-Rothschild schliesslich zwei wurden. Ein Genussabend bei Charlie Bucher in Meggen. Min Anfahrtschwierigkeiten ...

MAGNUMWANDERN BIS ZUR JAGDHÜTTE! Als Höhepunkt; der Käsegipfel mit Bernard Anthony und Rolf Beeler. Adabei; Graf Stephan von Neipperg und Silvio Denz. Im Mittelpunkt; alles Magnumflaschen ...

24 MAL BORDEAUX 1990 IN LUZERN! Erstmals im Restaurant de la Paix, mitten in Luzern. Die Tagessieger; Montrose und Trotanoy. Fazit; entkorken und auf nichts mehr warten ...  

CHATEAU FERRIERE: KLEINER GRAND CRU - GROSSE FREUDE! Neujustierungen eines beliebten Margaux-Grand-Crus. Vom Jahrgang 1919 bis 2019. Mit vielen, günstigen Kaufemfpehlungen ...

BORDEAUX PRIMEUR VOM JAHRGANG 2021! André Kunz war in Bordeaux und hat Fassproben vom neuesten Jahrgang beschrieben und bewertet ..

SENSATIONELLE SÜSSWEINTRÄUME! Zwei grosse Tokajer vom Jahrgang 1957. Mehr süss geht fast nicht. Noch besser aber auch fast nicht ...

BORDEAUX 1982 & CO! Die Würze ist der Frucht gewichen. Ein "moderner Jahrgang" ist immer noch in Hochform. Warten lohnt sich fast nicht mehr. Aber der Genuss ist immer noch auf hohem Niveau ...

CHATEAU GRUAUD-LAROSE - IM DUTZEND BILLIGER! Wenn jeder etwas beisteuert, werden Weinabend enicht nur erschwinglich sondern mitunter gratis. Ein weiniger Abend mit Gänseleber und Weinhuhn ...

EINUNDZWANZIG MAGNUMFLASCHEN IM SEMPACHERHOF! Das Schlussbouquet nach vielen Aufführungen. Höhepunkte; Zieregg 2007, Knoll 1991, Montrose 2001, Margaux 1996, Figeac 1998 und Yquem 1983 ...

KELLERGENUSS MIT DER ENDZIFFER 3! Die Höhepunkte; 1993 Riesling Kellerberg Knoll, 1983 Lynch Bages, 2003 Montrose, 2003 Haut-Brion, 1983 Rieussec. Feines Essen und gute Weine bei Gabriels im Keller ...

FÜNFZIG MAL 1990 RUND UM BAD RAGAZ! Ein ganzes Wochenende voller Perlen mit dem Besten vom Besten. Alle Premiers, Pétrus, Lafleur, Trotanoy, ein paar Kalfornier, Sassicaia und viele Sauternes ...

WIESENSCHWEIN UND BORDEAUXWEIN! Eine sehr gut Kombination, um mit Freunden einen runden Geburstag zu feiern.  Genauer; vierzig Freunde und zehn Doppelmagnums ...

BORDEAUX 1998 AUS DEM MEDOC! Zwölf tolle Crus aus den Appellationen Saint-Estèphe, Pauillac, Saint-Julien und Margaux. Alle Premier Grand Crus. Der beste von allen; Château Lafite-Rothschild ...

BORDEAUX 1989 FÜR DIE SCHLUSS-GALA IM SEMPACHERHOF! Mit vielen Grossflaschen. Höhepunkte; Château Lafite-Rothschild, Château Latour. Überraschnungen; Monbrison und Chasse-Spleen. Tischwein; eine Melchiorflasche ...

ALTE BORDEAUX-WEINE IN ESCHENBACH! Das Risko mit alten Flaschen und das Flaschenglück, wenns funktioniert. Höhepunkte, 1929 Duhart, 1937 Clos Fourtet, 1959 Malartic-Lagraviere ...

MONTRACHET, POMMARD, CHAMBERTIN & CO! Ein Burgunderabend mit allen Facetten im Sempacherhof. Von 1933 (Romanée-St.Vivant) bis 2013 Meursault. ZWei Weine mit 20/20-Punkten ...

CHÂTEAU MONTROSE IM SEETAL! Auch im Luzerner Seetal gibt es gute Weine. Die Weissen sind besser als die Roten. Und die roten Weine bei weitem nicht so lagerfährig wie der Château Montrose ...

25 JAHRGÄNGE VON CHATEAU TROTANOY! Mit 1998 Comtes de Champagne von Taittinger, mit Toblers-Küche und Château Trotanoy vin 1949 bis 2010. Einen ganzen Sonntagnachmittag lang ...
 
SOCIANDO-MALLET; NEU TROISIEME CRU! Seit Jahrzehnten einer der zuverlässigsten Cru im Médoc ohne Adelstitel. Eine aktuelle Standortbestimmung mit den Jahrgängen 1995, 2005 und 2009 ...

GESTATTEN? BONER! ANJAN BONER! Ein Besuch beim wohl jüngsten Bündner Weinbaubetrieb. Seit 2007 produziert Anjan Boner in Malans eine recht breite Palette an tollen weissen und roten Weinen ...

FÜRSTLICHER PINOT NOIR AUS LIECHENTSTEIN! Besuch in der Hofkellerei im Ländle. Wir waren beeindruckt von den Chardonnays und auch von den Pinots. Besonders vom Herawingert 2019 ...

CHÂTEAU PAPE-CLEMENT UND COMPAGNIE! Ein wunderbarer Weinabend mit Philippe Magrez im Sempacherhof und 75 Gästen. Und dem sagenhaften 2015er mit 20-Punkten ...

VIEL RAUCH UM CHÂTEAU LAFITE-ROTHSCHILD! Wenn jeder eine Flasche aus seinem Keller mitbringt, wird so ein Event erschwinglich. Wenn jemand eine Jéroboam mitnimmt, gibt es Lafite richtig satt ...

Dies ist eine Aufzählung aller Gabriel-Artikel vom Jahr 2022 auf www.bxtotal.com

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Hier findest Du die Erlebnisse der letzten Jahre!!!

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