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EVENTS IM JAHR 2022


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VOLLER PLATZ? GETEILTER PLATZ? BEGLEITPERSONEN?

Es gibt drei Formeln für die Teilnahme von Gabriel-Verkostungsanlässen.
Was damit gemeint ist, wird am Schluss dieser Seite erklärt.
Also ganz nach unten scrollen ...

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Samstag, 10. Dezember 2022, 11.30 Uhr, Restaurant Reussbad, Luzern

«LUZERNER-LEGENDEN-LUNCH»

Die Sängerin Lilian Harvey hat eine ähnliche Situation schon einmal besungen: «Das gibts nur einmal, das kommt nie wieder». Das war aber nur für die Ohnen. Dieser einmalige Mittag berührt alle körperlichen Sinne des Genusses. Küchenchef Ralph Thomas ist am Pfannenstil - Weinliebhaber René Gabriel am Korkenzieher ...

Mit den allerbesten Weinen aus Europas besten Lagen. Logischerweise bildet Frankreich das Epizentrum dieses Events. Es sind alles reife Weine, alles veritable Raritäten. Crus, welche sich über Jahrzehnte verdient den Nimbus des möglichen oder effektiven Prädikates «Jahrhundertwein» erarbeitet haben.  
 



CHAMPAGNE PERLE D'AYALA 2006

Diese fast reinsortige Chardonnay-Cruvée soll einer der Lieblingschampagner der englischen Queen Elisabeth sein. Und auch bei mir steht er hoch im Kurs.

Den gibts zum Apero. Zum get together.






ANSTATT MONTRACHET

Vor rund 20 Jahren traf sich eine Handvoll ausgewählter Journalisten im Restaurant Corso in Wien. Ich war auch dabei. In einer Blindprobe wurden die besten Montrachet und Meursault den grössten Wachauer Grünen Veltliner gegenüber gestellt. Das Resultat glich dem Paris Tasting. In den vordersten Rängen waren die GV's der Wachau zu finden.

Für mich ist der Honivogl von Franz Hirtzberger eine Art «weisser Latour».
Dies punkto Grösse, Qualität, Tiefgründigkeit und auch Lagerfähigkeit.

1997 Grüner Veltliner Honivogl Smaragd, Franz Hirtzberger
2007 Grüner Veltliner Honivogl Smaragd, Franz Hirtzberger

Von diesen Hirtzberger-Legenden werden je zwei Flaschen serviert und die schlummern seit Anbeginn in meinem Keller.

DRC DUETT

15 Jahre nach der Ernte dürfte die erste Sensation wohl langsam sichtbar werden. Die beiden, heute schier unerschwinglichen DRC-Ikonen, treten nicht gegeneinander, sondern miteinander an.

Jeder Cru hat seine Eigenheit. Und so kann/könnte es sein, dass der Richebourg als Grande Dame de Bourgogne daherkommt und der La Tâche sich als Vosne-Romanée-Monsieur zu erkennen gibt.

Beide Flaschen stammen aus einem privaten Keller aus der Ostschweiz und wurden damals aufgrund einer Direktzuteilung vom Schweizer Importeur Martel erworben. Der Verkäufer hat mir einen Freundschaftspreis gemacht und nimmt  an dieser Probe teil.

2007 La Tâche, Domaine de la Romanée-Conti
2007 Richebourg, Domaine de la Romanée-Conti






JAHRHUNDERT-LEGENDEN

Beide Weine stammen aus einer Zeit, bei der die Château-Füllungen nicht immer die Garanten waren, dass man auch den besten Wein dieser Ernte vor sich im Glas hat.  Vom Cheval-Blanc durfte ich schon sechs verschiedene Varianten degustieren. Die hier gebotene Nony-Abfüllung noch nie. Also auch für mich eine Premiere.

Vom 1947 Pétrus-Vandermeulen besass ich zwei Flaschen. Eine davon nahm ich vor drei Jahren mit nach Bordeaux und zelebrierte diese an einem Abend bei Jacques Thienpont (Château Le Pin) bei einer Einladung zum Abendessen.
Die war perfekt. An diesem Legenden-Lunch öffne ich die zweite Flasche.  

Beide Füllniveaus sind sehr vielversprechend ...

1947 Château Pétrus, Pomerol (Vandermeulen-Abfüllung)
1947 Château Cheval-Blanc, Saint Emilion (Nony-Abfüllung)






PAUILLAC IKONEN

Es sind wohl die zwei grössten Weine dieser beiden Weingüter dieses Jahrhunderts.

Der Lafite 1959 ist garantiert eine Château-Füllung. Im Jahr 2021 konnte ich drei Flaschen ohne Etikett von einem Schweizer Weinhändler kaufen. Die Herkunft dieser Flaschen ist diesem Zulieferanten bekannt. Die Mäuse hatten die Etiketten abgefressen. Eine Flasche (mit tieferem Füllniveau) entkorkten wir an einer Lafite-Vertikale in Emmen. Diese war leider oxidiert. Eine weitere Flasche mit gleichem Niveau wie abgebidlet war letzten Dezember in Zürich dramatisch gut. Das Risko ist hier also (hoffentlich) kalkulierbar. 

Der Latour 1961 stammt aus einer Auktion der Weinbörse. Dort wurden vier Flaschen, zusammen mit der Originalholzkiste, angeboten. Die bisherig entkorkten Bouteillen waren genial. 

1959 Château Lafite-Rotschild, Pauillac
1961 Château Latour, Pauillac



PESSAC BOLIDEN

Garantierter Jahrhundertgenuss! Diese beiden unfreiwilligen Kontrahenden gehören demselben Besitzer.

Also macht es auch hier keinen Sinn, diese beiden Pessac Crus gegeneinander auzuspielen.

Im Markt gibt es für beide Weine nur eine Entwicklung. Die Preise steigen von Monat zu Monat. Zumindest hier ist der Haut-Brion dem Mission überlegen.

Ob dies dann auch in den Gabriel Gläsern der Fall sein wird?

1989 Château La Mission Haut-Brion, Pessac-Léognan
1989 Château Haut-Brion, Pessac-Léognan 











RHÔNE SELEKTION

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle statt dem Rayas den 1961 Hermitage la Chapelle servieren. Dies ist momentan der teuerste Wein aus dem Rhône-Gebiet. Der Preis für eine perfekte Flasche liegt hier in der Nähe von CHF 20'000. 

Wer sich auf dem offenen Markt eindeckt, muss möglicherweise mit Fälschungen rechnen. Ich kenne da einen Freund in Deutschland, der hat von seinem Vater 60 (!!!) Flaschen geerbt und diese schlummern immer noch in Originalkartons in seinem Keller. Ich hätte ihn für diesen Event eingeladen, wenn er eine Flasche mitgenommen hätte. Und auch noch eine schöne Differenz bezahlt. Aber ich war leider chancenlos. Trösten wir uns mit etwas jüngeren, aber ziemlich sicher ebenbürtigen, wenn auch nicht ähnlichen Weinen ...

Bei Château Rayas gilt auch immer mehr der sich stetig erhöhende Tagespreis.

Der 1971 La Mouline stand bei mir schon sehr lange auf der To-do-List. Ich durfte ihn schon zwei Mal im Leben trinken und war von diesem Shiraz-Viognier-Nektar immer tief bewegt. Momentan wird, gemäss winesearcher.com,  weltweit keine einzige Flasche angeboten.

1999 Châteauneuf-du-Pape, Château Rayas
1971 Côte-Rôtie La Mouline, E. Guigal

LIKÖR SÜSSWEINE

Das grosse Finale wird von den ältesten Weinen dieses Legenden-Lunchs bestritten. Der Yquem ist dann genau 101 Jahre alt.

Und der Cartameño hat dann 205 Jahre auf dem Buckel. Letzteren kann man im Markt immer noch für unter tausend Franken kaufen. Warum ich ihn serviere?

Weil es das Maximum dessen ist, was ein Süsswein an Aromatik und Reichum abliefern kann. Er ist so konzentriert, dass er auch glatt als Brotaufstrich durchgehen könnte. Und er ist - das scheint mir das Wichtigste für seine Selektion zu sein - emotionell tief bewegend.    

Zum Yquem 1921 braucht es nicht viel zu schreiben. Er hat sich über seine hundert Lebensjahre bei ganz vielen Begegnungen etabliert. Auch hier ist es meine allerletzte Flasche. Genauer; die letzte von insgesamt zwei Flaschen. Eine davon tranken wir mit Freunden an einem Weihnachtsapero auf der Terasse einer Waldhütte bei Fackellicht zur hausgemachten Gänseleber. Unforgettable!

1921 Château d'Yquem, Sauternes
1817 Cartameño Solera, Larios


1921 Château d'Yquem, Sauternes: Verkostet 2021 an der grossen 1921-Sauternes-Probe von Jürg Richter im Zunfhaus zur Waag in Zürich; Reifes, dunkles Gold mit gelben und minimen Reflexen von Bernstein. Das Bouquet ist intensiv und zärtlich zugleich, parfümiert und mit Tausenden von Facetten. Er hat einfach – von Beginn weg – das gewisse Surplus. Veilchen, Blütenduft, helles Leder, dominikanische Cigarren, Rosinen und Korinthen, Dörrfreigen, dunkles Caramel und (man kann sich das ja auch einbilden) sogar gewisse, vanillige  Eichenspuren im Untergrund. Genau so berauschend geht es im Gaumen weiter, tänzelnd und reich in einem Atemzug, volle Konzentration, aber ohne schwerfällig zu wirken. Dann kalter Tee, Nusslikör, Malmsey-Madeira und wieder dieses unglaubliche Parfüm welches sich freisetzt, wenn man diesen unglaublichen Nektar schlürft. Schlürfen darf! Ein Privileg der besonderen Art. Eine Legende seiner selbst. Auf diesem mörderischen Niveau, dass er theoretisch die Maximalskala sprengt. Auch wenn andere Weine dieselbe Punktezahle erhielten, so ist er doch der Leader innerhalb dieser Besten aller Besten. Genau so wie im Klassement von 1855! «Supérieur»!!! (20/20).

IMPERIALER TISCHWEIN

Natürlich gibt es auch an diesem Event einen adäquanten Tischwein. Den 1990er Clerc-Milon liess ich aus Normalflaschen an der grossen Jahrgangsdegu in Bad Ragaz im Schlüssel Mels servieren. Da hat er mir so gut gefallen, dass ich mich spontan entschloss, für diesen besonderen Luzerner-Lunch eine Impi zu öffnen.

Müsste eigentlich passen!


Kosten: Inkl. Wein, Champagner, Tischwein, Menu, Mineral, Kaffee
CHF 3900, voller Platz
CHF 4300, voller Platz, plus Begleitperson
CHF 2150, halber Platz geteilt mit einem Partner 


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Montag, 12.12, 12.12 Uhr, 2022, Restaurant Bacchus, Hildisrieden

«PREMIER-GRAND-CRU-LUNCH»

Am Montag, 12.12 um 12.12 Uhr dreht sich alles um die Zahl Zwölf. Es gibt genau ein Dutzend ganz grosse Bordeaux vom Jahrgang 2012 zu geniessen.

So nach dem Motto: «Ten years after». Ergänzt werden diese Grand Crus mit Spitzenweinen aus der Champagne, der Wachau und aus dem Burgenland.
Warum gibt es da keinen Yquem? Ganz einfach; weil keiner produziert wurde …

(Foto: Zentralplus)

Werner Tobler und Uschi Frapolli öffnen exklusiv an diesem Montagmittag für uns den Bachus in Hildisrieden. 

Apero
2012 Champagne Bollinger " Grande Année"

Erster Akt
2012 Grüner Veltliner, Schütt Smaragd, Knoll (Magnum)
2012 Riesling, Schütt  Smaragd, Knoll (Magnum)

Zweiter Akt
2012 Château Montrose, Saint Estèphe
2012 Château Léoville-Las-Cases, Saint-Julien 
2012 Château Margaux, Margaux 

Dritter Akt
2012 Château Pape-Clément, Pessac-Léognan
2012 Château La Mission Haut-Brion, Pessac-Léognan
2012 Château Haut-Brion, Pessac-Léognan

Vierter Akt
2012 Château Mouton-Rothschild, Pauillac
2012 Château Lafite-Rothschild, Pauillac
2012 Château Latour, Pauillac

Fünfter Akt
2012 Château Ausone, Saint Emilion
2012 Château Cheval-Blanc, Saint Emilion
2012 Château Pétrus, Pomerol

Sechster Akt
2012 Rosenmuskateller Trockenbeerenauslese, Kracher 

Kosten: Inkl. Wein, Tischwein, Menu, Mineral, Kaffee
CHF 1212, voller Platz
CHF 1520, voller Platz, plus Begleitperson
CHF   760, halber Platz geteilt mit einem Partner  


Ausgegbucht, auf Warteliste eintragen:  weingabriel@bluewin.ch  

P.S. Dieses Restaurant ist bequem mit dem Bus ab Bahnhof Luzern erreichbar. 

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VOLLER PLATZ? GETEILTER PLATZ? BEGLEITPERSONEN?

Was ist was und wie muss ich das verstehen?

Es gibt drei verschiedene Formeln für die Teilnahme von Gabriel-Verkostungsanlässen. Diese wurden aus verschiedenen Gründen geschaffen; Einerseits, weil die raren Weine immer teurer werden. Andererseits, weil man seinen Partner, welcher gesellschaftliche Anlässe liebt, aber der Wein etwas weniger zusagt, gerne mitnehmen will.

VOLLER PLATZ
Man kommt allein, kriegt 100% Menge von den Degustationsweinen, labt sich am Tischwein, ein Menu wird mit allen Gängen serviert. Das Mineralwasser und der Kaffee sind inbegriffen.

VOLLER PLATZ MIT BEGLEITPERSON
Das ist die Paarformel. Man kommt zu zweit, kriegt 100% Menge von den Degustationsweinen zum gemeinsamen Genuss die Mitte gestellt. Jeder trinkt so viel Tischwein wie er mag. In dieser Formel werden zwei Menus mit allen Gängen serviert. Das Mineralwasser und der Kaffee sind ebenfalls für Beide inbegriffen. Für diese Formel gibt es eine Rechnungsstellung für beide Personen.
 
GETEILTER PLATZ
Da will man gerne teilnehmen, aber aus Mengen- oder Kostengründen keinen vollen Platz buchen. Somit fragt man einen Freund, ob er einen vollen Degustations-Platz mit ihm teilen will. Somit gilt dann das Gleiche wie bei der Formel «Voller Platz mit Begleitperson». In der Regel werden diese «halben Plätze» aber separat verrechnet und bezahlt. Beim geteilten Platz kriegt jeder, der teilt ein Menu, genügend Tischwein, Kaffee und Mineral.   

Alles klar?